Zehn vor Mitternacht, zwei Tage vor den verheerenden Terroranschlägen in London. Feiner Sprühregen legte sich über die Fußgängerzone. Gundelfingen glich einer Stadt irgendwo in Deutschland. Die Nacht und der Regen ließen den kleinen Ort in der Nähe von Freiburg geheimnisvoll und gespenstisch erscheinen.
Hin und wieder fuhr ein Auto, hastete ein Fußgänger vorüber, und wie Kielwasser folgte ihnen die Stille. In einem Supermarkt in der kleinen Fußgängerzone kündete eine handgeschriebenes Schild an einer Dosenpyramide ein Superangebot an: Jetzt 3 Dosen für nur 1 Euro!
Nur die Plakate sprachen. Von Wänden und Verteilerkästen kämpften sie einen vergeblichen Kampf, jedes bunt und in knalligen Farben kündete den Auftritt von Musik- und Gesangsgruppen oder bald stattfindender Theaterpremiere an.
Der Mann, der mit hochgezogenem Kragen in die Richtung der Postfiliale eilte, schenkte ihnen keine Beachtung. Seine dunklen Augen streiften die, wie Finger aus einer Grabstätte ragenden Einwurfstutzen für Altglas und die Menge der um sie herum drapierten Flaschen.
Mit schnellen Schritten überquerte er die nasse Straße mit den Irrlichtern der auf ihr spiegelnden Straßenlaternen in die Richtung einer beleuchteten Telefonzelle.
In einiger Entfernung folgte ihm der Schatten einer Gestalt, ein kaum erkennbarer Schatten, der im Umriss mit den Mauern und der vom Regen verdunkelten Straße zerfloss. Der Mann schritt schneller voran, doch sein Gang wirkte unnatürlich und linkisch, als wäre er von einer Leiter gestiegen. Seine Arme schwangen in knapper Bewegung, sein Rücken war gerade. Wusste er, dass ihn jemand verfolgte? Ein Mann, vorwärtsgezogen durch das, was er sah? Oder getrieben durch das, was hinter ihm lag? War es dann Furcht, die ihn davon abhielt, sich umzudrehen?
Der zweite Mann schritt leichtfüßig im Schatten der Häuserwände. Ein Irrwisch, schwerelos wie die Dunkelheit, der durch den Schatten schlüpfte wie durch ein Netz. Der Mann kam an der Kreuzung an, nur noch einige Herzschläge von seinem Ziel, der Telefonzelle, entfernt. Essensgeruch drang aus der Lüftung des Charivari, das durch die geöffnete Gaststättentür anzeigte, immer noch Gäste zu bewirten.
Hier verschmolz zum ersten Mal das Echo ihrer Schritte drohend; hier schien der Mann erstmals aufzuschrecken und die Gefahr hinter sich zu spüren. Es war nicht mehr wie ein Abweichen, eine winzige Ungenauigkeit in der Folge seiner Schritte; aber das brachte ihn an den Rand des Bürgersteigs, weg von der Dunkelheit der Mauern, und er schien Erleichterung zu empfinden, wo das Licht der Straßenlampe ihn beschützen konnte.
Ein leerer Bus rollte vorbei, eine einzelne Kirchturmglocke schlug Mitternacht mit ihrem monotonen Geläute, ein Klagelied für christliche Tugend in einer menschenleeren Stadt. Der schlanke Mann hatte die Telefonzelle erreicht und beugte sich vor, als ob er in der Telefonzelle etwas genauer betrachten wollte, blickte schnell die Straße zurück; und in diesem Moment beleuchtet das im Regen flackernde Licht voll die Gesichtszüge des Verfolgers.
Dann überschlugen sich die Ereignisse. Eine dunkle BMW Limousine hatte angehalten. In einigem Abstand folgte ein Streifenwagen. Die hintere Tür öffnete und schloss sich; schwerfällig setzte der Wagen sich wieder in Bewegung, gewann Tempo, taub für den einzigen Aufschrei der Wut, der Anklage und der bitteren Enttäuschung; gewaltsam entrang er sich der Brust des Verfolgers, hallte durch die leeren Straßen und erstarb sofort wieder.
Der Streifenwagen hielt an, der Polizist auf der Beifahrerseite ließ eine Taschenlampe aufleuchten. Von ihrem Strahl festgehalten, blieb der Mann bewegungslos stehen; er starrte der Limousine nach. Über das Kopfsteinpflaster rüttelnd, auf der nassen Straße in einer Rechtskurve schleudernd, die Verkehrsampel missachtend, war sie verschwunden, zur Schnellstraße, hinüber zu der Autobahnauffahrt Freiburg Nord.
»Was brüllen sie so?« Der Strahl der Taschenlampe fiel auf einen leichten Sommermantel, die teuren, geschmackvollen Schuhe voll Schmutz, die aufgerissenen blauen Augen. »Wer sind Sie? Können Sie sich ausweisen?«, fragte der Polizist.
Eine grobe Hand verschwand in den Falten des Mantels und tauchte mit einem Personalausweis wieder auf. Der Mann reichte dem Polizisten den Ausweis durch das geöffnete Beifahrerfenster.
»Was war denn los?«, fragte der Polizist, als er den Ausweis zurückreichte. »Warum haben Sie geschrien?«
Der Mann antwortete nicht sofort, er schien tief in eigene Gedanken versunken.
»Haben Sie den Mann noch nie vorher gesehen?« fragte er, noch immer dem Wagen nachblickend. „Sie wissen nicht, wer er war“? Er sprach sanft, als ob es oben im Haus schlafende Kinder gäbe; eine für seine Größe sehr tiefe Stimme, voller Achtung vor der umgebenden Stille.
»Nein, sollten wir ihn kennen?«
Ein verbindliches Lächeln erhellte das scharf geschnittene, markante Gesicht.
»Verzeihung, ich habe mich wohl geirrt. Ich dachte es wäre ein alter Bekannter, ein Schulkamerad, ich dachte wirklich er war es.« Er sprach hochdeutsch. Nur ganz unterschwellig war erkennbar, dass er aus dem Norden der Republik stammen musste.
»Es liegt an der Jahreszeit«, sagte er, entschlossen eine Unterhaltung zu beginnen. »Erst diese Hitze und dann dieser Kälteeinbruch, man achtet mehr auf die Leute.« Er hatte eine Schachtel Zigaretten aus der Manteltasche geholt und hielt sie dem Polizisten hin. Der Polizist lehnte dankend ab, er zündete sich selbst eine Zigarette an.
»Die Hitze und die neuen Terroranschläge machen die Menschen nervös«, erwiderte der Polizist. »Wir sind jetzt alle nervös. Diese verdammten Terroranschläge.« Er war ein junger Mann und hatte sich für seinen Beruf vorbereitet. »Man muss hart durchgreifen, sie verbieten«, fügte er hinzu, die allgemeine Ansicht wiederholend. „Ausweisen, diese ganzen Araber!«
Er grüßte lässig, der Fremde lächelte nochmals, ein letztes, fast rührend wirkendes Lächeln, als suche er Schutz bei einem Freund, und schon war er gegangen.
Der Polizist lauschte aufmerksam den verhallenden Schritten. Jetzt hielten sie an, eine Wagentür schlug zu und ein Auto entfernte sich in entgegengesetzte Richtung. Er nahm sein Notizbuch heraus und schrieb sorgfältig Zeit, Ort und Art des Zwischenfalls hinein. Er war kein rasch denkender Mann, aber er wurde wegen seiner Gründlichkeit geschätzt. Nachdem er das getan hatte, fügte er das Kennzeichen des BMW hinzu, das aus irgendwelchen Gründen in seinem Gedächtnis haften geblieben war. Plötzlich hielt er inne und starrte auf das, was er geschrieben hatte, auf die Autonummer, und sein Herz begann wie rasend zu schlagen. Er dachte an die Anweisung „Geheim“, die er an der Anschlagtafel des Reviers gelesen hatte. Er griff schnell zu dem Funkgerät und bat die Zentrale die Verfolgung nach dem dunklen BMW auf der Autobahn, in beiden Richtungen aufzunehmen.
»Terroristen Gefahr.«
Als er mitten in der Nacht erwachte, kam es ihm vor, als hörte er nebenan im Patio ein Geräusch, doch dann war es wieder totenstill und er dachte, er müsste sich wohl geirrt haben. Müdigkeit holte ihn ein, machte seine Augenlider schwer; erneut fiel er in einen tiefen und festen Schlaf. Doch plötzlich hörte er diesen Schrei. Augenblicklich wusste er, dass er nicht geträumt hatte. Aufrecht saß er in seinem Bett und spürte sein Herz bis zum Hals schlagen. Er starrte in die Dunkelheit, seine weit aufgerissenen Augen erkannten schemenhaft dastehende Stühle, Tisch, Schrank und Bücherregal, vom kalten Mond in unwirkliches Licht getaucht. - Wieder ein Schrei. - Nicht so heftig wie der Erste, aber inbrünstiger. Eine Frau hatte geschrien. Angst stieg ihm bis in die Haarwurzeln und er fing an zu zittern. Wenn jetzt doch nur Gumersindo da wäre, dachte er. Aber das Bett seines großen Bruders war leer, frisch bezogen, aber leer. Gumersindo war nicht mehr da. Seine Mutter war auch nicht mehr da. Beide waren sie drüben - in Amerika.
Die Frau fing an zu weinen. Zuerst sehr laut, doch sie schien sich zu fangen, wurde jetzt leiser und wimmerte nur noch.
Teresa war es wohl nicht. Seine Schwester war doch erst siebzehn.
Es war die Stimme einer erwachsenen Frau.
Wer mochte sie sein, fragte er sich, und wo war sein Vater?
Seinen ganzen Mut nahm er zusammen, als er aus seinem Bett stieg und auf nackten Zehenspitzen bis zur Zimmertür schlich. Schritt für Schritt mit Bedacht, die verräterisch knarrenden Holzdielen auslassend, wovon ihm jede einzelne bekannt war. Sorgsam drückte er die Klinke herunter und öffnete vorsichtig die Tür. Das Wimmern der Frau wurde lauter und er registrierte, dass es aus der Küche kam.
Er beschloss, zuerst zu Teresa zu gehen und sie zu wecken, falls sie noch schlafen sollte. Gemeinsam könnten sie dann nachsehen, was da los war. Zaghaft klopfte er an ihre Tür.
»Teresa«, flüsterte er und öffnete einen Spaltbreit.
»Teresa?« Aber seine Schwester gab keine Antwort. Dann betrat er ihr Zimmer, doch das Bett von Teresa war leer. Er bemerkte, dass er immer noch am Zittern war, redete sich aber ein, dass er vor Kälte zitterte, obgleich er wusste, dass Sommer war. Schließlich hätte er morgen, am 29. Juni Geburtstag. Immerhin sein Dreizehnter. So nahm er wieder seinen ganzen Mut zusammen, und ging zielstrebig Richtung Küche.
Als er die vertraute Stimme seines Vaters hörte, wagte er endlich die Tür zu öffnen. Die weinende Frau saß am großen Küchentisch, vor einer ruhig brennenden Kerze und konnte sich überhaupt nicht beruhigen. Sie verbarg ihr Gesicht hinter einem weißen Taschentuch, das sie mit beiden Händen, die zu Fäusten geballt waren, umklammerte.
»Señora Nuestra, ayuda me«, stammelte sie nur.
»Adela - was ist geschehen?« Noe Alvarez hatte noch nicht bemerkt, dass sein Sohn den Kopf zur Küchentür reinsteckte.
»Señora Nuestra, ayuda me.«
»Die Heilige Jungfrau wird dir bestimmt helfen, Adela», versuchte Teresa die Frau zu trösten. Sie saß neben ihr und hatte den Arm schützend um sie gelegt, wohl wissend, dass etwas Schreckliches geschehen sein musste.
»Adela - was ist passiert? Sag es uns. Bitte. Nur dann können wir dir helfen.«
Noe setzte sich ihr gegenüber. Er hatte eine Flasche in der Hand, zog den Korken heraus und schenkte ein Glas voll mit Wein.
»Nun trink erst mal einen Schluck. Dann geht es dir gleich viel besser. Du musst dich beruhigen.«
Adela nahm das nasse Taschentuch, wischte sich die rotgeränderten Augen, griff nach dem Glas und kippte es einfach runter. Als sie das Glas abgestellt hatte, weinte sie nicht mehr. Ihr Blick verlor sich für einen Moment in der Weite des Raumes. Ihre Lippen öffneten sich leicht, so, als wolle sie zu sprechen beginnen, schlossen sich wieder, als hätte sie es sich anders überlegt. Plötzlich spielte ein leichtes Lächeln um ihre Mundwinkel ...
Viele gute Investmentmöglichkeiten, Geschäftsideen usw. gehen bereits in der Anfangsphase, bei der Kontaktaufnahme des Kapitalsuchers mit dem Privatinvestor zum Teufel. Warum?
Der Kapitalsucher verhält sich völlig falsch, erfährt vielleicht falsche Beratung, hat auch noch keine Erfahrung mit Privatinvestoren und betrachtet den Privatinvestor etwas als Freiwild.
Nahezu alle Kapitalsucher sind von ihrem Projekt derartig überzeugt und voreingenommen, sehen es so wie sie es eben gerne sehen möchten und versuchen diese Überzeugung auf den Investor zu übertragen, wollen diesen locken und ködern.
Der versierte Privatinvestor kennt dieses Spiel, hat erlebt, wie zeitaufwändig es ist, sich mit solchen Projekten zu befassen und lehnt die Sache gleich ab, will seine Ruhe behalten.

In der Regel spielen sich die Kontaktherstellungen zwischen Privatinvestor und Kapitalsucher wie folgt ab:
1.) Der Kapitalsucher inseriert im Geldmarkt von Zeitungen, sucht Kapital für ein Projekt.
2.) Der Privatinvestor schreibt in der Regel ein paar Zeilen auf die Anzeige und bittet um ein näheres Angebot.
3.) In den meisten Fällen ruft der Kapitalsucher nach Eingang der Zuschriften auf seine Anzeige den Privatinvestor an und versucht telefonisch über das Projekt zu berichten. (Ist bereits der erste Fehler, da der Privatinvestor keine Unterlagen über das Projekt besitzt und den Anrufer gar nicht kennt, sich zwar an die Anzeige erinnert, aber überhaupt nicht sicher sein kann, ob der anonyme Anrufer überhaupt der richtige Kapitalsucher ist. Öfters verbergen sich hinter solchen Anzeigen Vertriebsgesellschaften und lassen dann die Zuschriften von ihren Telefonverkäufern telefonisch bearbeiten. Viele dieser Telefonverkäufer wechseln dann den Vertrieb und nehmen die Investorenadressen mit, handeln damit und der Privatinvestor weiß nie, wo seine Daten landen.) Der Privatinvestor wird deshalb meistens sehr zurückhaltend sein und den aufgenommenen Kontakt einstellen, mitteilen, dass er nicht interessiert ist, was ihm wenig nutzen wird, da der Telefonverkäufer ihn immer wieder telefonisch kontaktieren wird, auch mit anderen Projekten zu späteren Zeitpunkten.

4.) Oder der Kapitalsucher schickt dem Privatinvestor ein Hochglanzprospekt mit der Post zu und ruft drei bis vier Tage später den Privatinvestor an und will darüber telefonisch verhandeln. Die Jahre der Anlagevertriebe sind zum Glück seit einiger Zeit vorbei, sind eingegangen. Die Hochglanzangebote mit saftigen Agiozahlungen zu Lasten der Investoren sind vorbei. Die Versuche der Kapitalsucher ein erstes Gespräch ohne Abgabe eines vernünftigen Angebots oder Vorinformation, um was es eigentlich geht, über was telefoniert werden soll, ist leider geblieben. Die unbekannten Anrufer erwarten eben einfach, dass sich der Privatinvestor locker und frei am Telefon outet, ohne dass er weiß, wer da eigentlich anruft und versucht z.B. eine Kistenfabrik vorzustellen, die er in Tschechien eröffnen möchte und dafür Kapital und Investoren sucht. Dies alles im ersten Telefonat und dann noch hofft, dass der Privatinvestor per Telefon, ohne jegliche schriftliche Aussagen darauf eingeht. Eine großer Fehler des Kapitalsuchers, eine absolute Fehleinschätzung über den Privatinvestor.

5.) Eine andere Unart der Kapitalsucher ist der Telefonversuch, den ihm unbekannten Privatinvestor vor Anlieferung der mindest Informationen über das Investmentprojekt, zu einen Besprechungstermin zu drängen. Mit der alten Masche, wie ...“Ich habe in der nächsten Woche sowieso in Ihrer Stadt geschäftlich zu tun, können wir uns da nicht treffen?“ zu versuchen einen Termin zu erreichen. Die meisten Privatinvestoren haben es dann erlebt, sofern sie nachgegeben haben, dass beim Termin nur drei bis vier Stunden lang konfuses Wunschdenken des Kapitalsuchers vorgetragen wurde, unbrauchbar für ein Investment. Sinnlos Zeit verplempert wurde. Deshalb wird jeder halbwegs versierte Privatinvestor vor Anlieferungen von Informationen um was es überhaupt geht, weitere telefonische Kontakte und ein persönliches Treffen ablehnen. Der Privatinvestor wird jeden Kapitalsucher, der ohne Vorabinformationen anruft die Chance einräumen und ihm freistellen, dass er das Vorhaben gerne schriftlich einreichen kann und wenn es interessant erscheint, der Privatinvestor wieder auf ihn zukommt. Spätestens hier sollte der Kapitalsucher sich umstellen und bei weiterem Interesse an dem Kontakt seine Vorstellungen zu Papier bringen und an den Privatinvestor senden. Erweckt er dessen Interesse damit, so kann er versichert sein, dass der Privatinvestor auf ihn zukommt.

Schickt der Kapitalsucher die Informationen nicht, stellt sich nicht schriftlich vor, dann hat der Privatinvestor nichts verloren, er kann verbuchen, dass er wieder einmal mit einen Kapitalsucher konfrontiert wurde, der Kapital per Telefon oder gar per Email und Internet sucht, was überhaupt keine solide Basis für eine Investmentverhandlung ist.

He awoke in the middle of the night and thought he heard something from the patio. But all was silent and he figured he was wrong. His eyelids became heavy and he felt sleepy again. Suddenly, he heard a scream and knew he wasn’t dreaming. He sat up in bed. His heart was beating in his throat, as he stared into the darkness. He recognised shadowy shapes of a table, chairs, cabinets and an ironing board standing there. The cold moon gave off a pale light. Another scream. Not as loud as the first, but strident. A woman had screamed. Fear went to the roots of his hair and he started to shake. If only Gumersindo were here, he thought. But his big brother’s bed was empty; freshly made up, but empty. Gumersindo was no longer here. His mother was no longer here either. Both of them were over there - in America.
A woman started crying, very loud at first, then softer when it seemed she got hold of herself, then only a whimper.
It wasn’t Teresa. It was a grown woman’s voice. His sister was only seventeen.
Who was she, he asked himself, and where was his father?
He gathered all his courage and got out of bed. He tiptoed to the door; step by step, very carefully, to avoid the loose wooden boards giving him away. He knew where they were. He pulled the door handle down carefully and opened the door. The whimpering became louder. It came from the kitchen.
He decided to go to Teresa’s room and wake her up, in case she was still asleep. Together, they could find out what was going on. He knocked on the door gingerly.
“Teresa”, he whispered softly, and knew she couldn’t hear him. He opened the door carefully, just a crack.
“Teresa?” His sister didn’t answer. He opened the door wider and slipped in. Her bed was empty. She wasn’t in her room. He was still shaking and felt cold. But it was summer. Tomorrow, June 29th, is his birthday, his thirteenth. It took all his courage to walk toward the kitchen. When he heard his father’s familiar voice, he opened the door. The crying woman sat at the kitchen table. In front of her was a brass candle-holder with a burning candle. She was unable to calm down. She hid her face in a white handkerchief, with both hands balled up as fists.
“Senora Nuestra, ayunda me, “she stammered.
“Adela - what happened?”
Noe Alvarez had not yet noticed his son at the door.
“The Holy Virgin will surely help you Adela,” Teresa tried to console her. She sat next to her with her arm protectively around her. She knew something terrible must have happened.
“Adela - what happened? Please tell us. Only then we can help you.”
Noe sat across from the crying woman. He had a bottle in his hand. He pulled the cork out and poured a glass of wine.
“Here, have a sip. It will make you feel better. You must calm down.”
The crying woman wiped her reddened eyes with the handkerchief, took the glass and emptied it. When she put the glass down, she had stopped crying. For a moment, her big black eyes were lost in the large room. Her lips opened a little, as though she wanted to speak. They closed again, as though she had changed her mind. Suddenly a slight smile covered her face...

Zwanzig Jahre sind wir jetzt schon verheiratet, Hermann. Ist das nicht schön?
Ja, Annabelle, das ist nicht schön.

Verfasser unbekannt
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